Christophe, Käser

Christophe ist einer der Käseverkäufer im Auchan Kirchberg.

Seit 17 Jahren schneidet er jeden Morgen mit viel Hingabe verschiedene Käsesorten, um schöne und appetitliche Käseplatten vorzubereiten!

  • Christophe, bitte erzählen Sie uns von der Arbeit eines Käseverkäufers!

    Meine Arbeit ist mein Alltag. Ich fange um sechs Uhr morgens an, den Käse zu schneiden. Ja, man vergisst schnell, dass die Käsesorten bei uns im Geschäft als Laibe angeliefert werden. Ich schneide, verpacke und etikettiere rund 60 verschiedene Käsesorten.

    Dann stehe ich an der Käsetheke im Geschäft, um für unsere Kunden Käsestücke abzuschneiden, die sie nicht im Kühlregal finden konnten.

  • Wie können Sie die individuellen Bedürfnisse jedes Kunden erfassen?

    Das Antizipieren der Bedürfnisse meiner Kunden ist etwas, was ich mit jahrelanger Erfahrung gelernt habe!

    Bevor die Filiale öffnet, blicke ich durch mein sogenanntes „Kundenauge“: Ich gehe zum Kühlregal, schaue mir die Käsesorten an und entferne die Stücke, die nicht mehr verkauft werden können, weil zum Beispiel das Datum abgelaufen ist oder sie nicht mehr appetitlich aussehen.

    Mein „Trick“ ist, mich in die Lage meiner Kunden zu versetzen und alle Produkte zu entfernen, die ich als Kunde selbst nicht kaufen würde. Das dauert natürlich ein wenig, weil wir mehr als 350 Käsesorten im Angebot haben! Aber dieses „Abschöpfen“ (wenn ich das so nennen darf) ist unverzichtbar, wenn ich zufriedene Kunden haben möchte, die gerne wiederkommen. Ich denke dabei oft an einen Kunden, der zweimal pro Woche kommt, um seinen Käse zu kaufen und mir jedes Mal erzählt, was er mit dem Käse alles kochen wird … Ihn will ich genauso wenig enttäuschen wie alle anderen meiner Kunden!

  • Was sind die wesentlichen Erwartungen Ihrer Kunden?

    Alle meine Kunden haben hohe Qualitätsanforderungen, was ganz normal ist! Es gibt allerdings zwei Arten von Kunden: die Kunden, die genau wissen, was sie wollen und ihre Liste stets dabeihaben, und Kunden, die gerne beraten werden wollen und mich bitten, ihnen bei der Auswahl zu helfen.

    Trotzdem ist in beiden Fällen eine gute Beratung wichtig. Wir erklären den Kunden beispielsweise die richtige Lagerung der Käsesorten und wann der richtige Zeitpunkt ist, um den Käse aus der Kühlung zu holen, damit sich die Aromen im Mund entfalten können.

  • Weil Sie gerade von Aromen sprechen: Wenn ich richtig verstehe, geht die Beratung Ihrer Kunden über die reine Auswahl eines Käses hinaus?

    Sie haben mich ganz und gar richtig verstanden. Ich war lange Zeit Chefkoch in einem Restaurant und weiß somit, wie man Käse richtig serviert. Was mich am meisten fasziniert, sind die vielen Möglichkeiten, verschiedene Käsesorten mit anderen Produkten zu kombinieren – manchmal ist das wirklich unerwartet gut!

    Ich überrasche meine Kunden gerne, indem ich mit Klischees breche: So wird Käse nicht nur von Rotwein begleitet, sondern auch Weißwein kann das passende Getränk für viele Käsesorten sein. Und warum nicht Bier? Käse und Klosterbier passen perfekt zusammen!

    Unsere Kunden kommen nicht nur wegen der Beratung, sondern auch, um Neues zu entdecken: Wir haben das große Glück, dass wir in Luxemburg neugierige Kunden haben.

  • Das Teilen und Weitergeben von Wissen scheint ganz im Mittelpunkt Ihrer Arbeit zu stehen ...

    Ja. Erklären und Vermitteln – das ist unsere Aufgabe als Verkäufer bei Auchan. Ich erinnere mich noch gut daran, wie unsere Kunden vor wenigen Jahren noch schmollten, wenn eine Käsesorte nicht mehr im Kühlregal zu finden war. Heute verstehen die Kunden die saisonale Abhängigkeit einiger Produkte dagegen besser. Sie wissen zum Beispiel, dass der Mont d’Or nicht ganzjährig zu haben ist oder dass es weniger Ziegenkäse gibt, wenn die Ziegen ihre Jungen bekommen. Die Weitergabe dieses Wissens ist von vorrangiger Bedeutung.

    Es gibt aber noch andere wichtige Punkte, zum Beispiel der Respekt vor Produkt und Tier. Das ist das Wesen und die Grundlage meiner Arbeit.

Unsere Mitarbeiter bei Auchan, Leidenschaft und Austausch!